Grüne fordern bessere Sprachförderung vor der Schule

Eine deutliche Verbesserung der vorschulischen Sprachförderung haben die Landtagsgrünen für das neue Jahr gefordert. Rückmeldungen aus den Schulen hätten gezeigt, dass die Förderkurse ein halbes Jahr vor der Einschulung häufig ausfielen, weil den Schulen Vertretungsreserven fehlten, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Mittwoch in Hannover. Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass Minister Busemann für 2005 massive Kürzungen im Bereich der Sprachförderung im Kindergarten für Drei- bis Sechsjährige plane, obwohl bekannt sei, dass gerade bei den Jüngsten der Unterricht am effektivsten sei, und die Kindergärten qualifizierte Programme auf den Weg gebracht hätten.
"Um die Sprachförderung vor der Einschulung als Erfolgsprojekt zu feiern, hat der Minister Förderstunden für die bereits eingeschulten Grundschülerinnen und Grundschüler abgezogen. Dieses Programm ist mit heißer Nadel gestrickt und muss auf den Prüfstand", sagte Korter. "Die Förderung muss in der Schule weitergehen."
"Intensive Sprachförderung ist der Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Kinder von Migranten," sagte die Grünen-Politikerin. Die vorschulische Sprachförderung müsse deshalb deutlich ausgebaut werden. Als Zielsetzung nannte Korter, dass in allen Kindergärten mindestens ab einem Anteil von 20 % Migrantenkindern die Sprachförderung ab dem dritten Lebensjahr stattfindet. Busemann will in seinem gekürzten Programm erst ab einem Anteil von 53 Prozent fördern lassen.
Korter fordert zudem, dass Sprachkurse für Kinder, die einer besonderen Förderung bedürfen, ein ganzes und nicht erst ein halbes Jahr vor der Einschulung beginnen.

Zurück zum Pressearchiv