Statement:Grüne: Artenschutz wirkt, wenn die Politik es ernst meint und ernst macht

Umweltministerium und NLWKN haben die aktuellen Roten Listen Säugetiere und Heuschrecken vorgestellt.

Umweltministerium und NLWKN haben die aktuellen Roten Listen Säugetiere und Heuschrecken vorgestellt. Danach ist mindestens ein Drittel der heimischen Säugetiere und Heuschrecken gefährdet oder bereits ausgestorben, wohingegen einige ehemals ausgestorbenen Arten wieder heimisch werden konnten. Dazu sagt Anne Kura, Vorsitzende und Sprecherin für Naturschutz der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Die neuen Roten Listen belegen leider, dass wir uns auch in Niedersachsen beim Schutz heimischer Arten in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden. Während die Rückkehr von Luchs, Biber oder Kegelrobbe Hoffnung macht, geraten andere Arten wie Feldhamster, Fledermäuse, Igel oder Heideschrecke zunehmend unter Druck. Grund dafür ist, dass wertvolle Lebensräume durch landwirtschaftliche Nutzung, Versiegelung und die Folgen der Klimakrise verloren gehen oder die Qualität der Lebensräume erheblich leidet.

Dieser verheerenden Entwicklung müssen wir konsequent begegnen, um bedrohten Tier- und Pflanzenarten Rückzugsräume zu sichern, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Positive Effekte hat es, wenn Monokulturen in der Landwirtschaft aufgebrochen werden, wenn abwechslungsreiche Landschaften mit Teichen, Magerrasen oder Feuchtgrünland, aber auch Verbindungen wie Hecken und Waldränder gesichert und gefördert werden. Die Erkenntnisse beim Schutz bedrohter Arten zeigen, dass Artenschutz wirkt, wenn die Politik es ernst meint und ernst macht.

Dabei gilt, dass nur wer genau hinschaut und Entwicklungen wissenschaftlich verfolgt, wirksam handeln kann. Die aktualisierten Listen liefern dafür eine wichtige Grundlage. Die Erfolge in der Wiederansiedlung von Tieren und Pflanzen belegen, dass der Schutz und die Rückeroberung wertvoller Lebensräume gelingen können. Dafür braucht es den politischen Willen, die fachliche Planung und konkrete Maßnahmen. Wir Grüne treiben all dies voran, weil wir wissen: Andernfalls bleibt Artenschutz ein Versprechen auf dem Papier.

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