Pressemeldung Nr. 271 vom

Piep-Alarm gegen Jugendliche unsozial und gesundheitlich bedenklich GRÜNE appellieren an Kommunen: Keine „Mosquito“-Geräte einsetzen

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Ursula Helmhold hat an die politisch Verantwortlichen in den niedersächsischen Kommunen appelliert, keine "Mosquito-Geräte" einzusetzen. Es sei pädagogisch und unter Gesundheitsaspekten unverantwortlich, die Geräte zur Vertreibung von Jugendlichen einzusetzen, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag (heute) in Hannover.

Eine Herstellerfirma aus Vechta preist die Apparate als Abhilfe gegen "Ansammlungen herumlungernder Jugendlicher" an. Die Geräte senden einen besonders hohen "nervtötenden" Piepton aus, den in der Regel nur junge Menschen bis 25 hören können.

Nach Presseberichten prüft derzeit die Stadt Dissen bei Osnabrück, ob sie eines der Geräte einsetzen will. "Dazu darf es nicht kommen", sagte Helmhold. "Wenn Anwohner sich durch Lärm und Müll gestört fühlen, dann zeigt das vor allem, dass es an attraktiven alternativen Treffpunkten für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen fehlt."

"Akustische Vergrämungsmaschinen" würden das Problem höchstens auf den nächsten Spielplatz oder an benachbarte Haltestellen verlagern. Es sei keine Lösung, "aufzurüsten bis es überall piept". Helmhold: "Das Vorgehen ist unsozial. Auch die gesundheitlichen Auswirkungen des Tons sind noch ungeklärt. Also sollte man die Finger davon lassen."

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