Statement:Grüne: An und in der Asse braucht es klare zeitliche Perspektiven

Die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse und die unverzügliche Stilllegung der Schachtanlage sind gesetzlich klar vorgegeben. Auch nach vielen Jahren ist wenig davon zu bemerken, dass die Arbeiten eigentlich ohne Zeitverzug vonstattengehen sollten.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat mitgeteilt, dass sich die Bergung des Atommülls aus dem maroden Bergwerk Asse um mehrere Jahre verzögern wird. Der „Runde Tisch Asse II“ fordert eine offene Diskussion und eventuell eine Teilrückholung. Dazu sagt Britta Kellermann, atompolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse und die unverzügliche Stilllegung der Schachtanlage sind gesetzlich klar vorgegeben. Auch nach vielen Jahren ist wenig davon zu bemerken, dass die Arbeiten eigentlich ohne Zeitverzug vonstattengehen sollten. Die aktuellen Entwicklungen und die zunehmenden geologischen Risiken machen deutlich: Die nötigen Arbeiten müssen entschlossener und schneller vorangetrieben werden. An und in der Asse braucht es eben auch klare zeitliche Perspektiven.

Denn die Sorgen der Menschen in der Region und die Hinweise aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind berechtigt. Wenn täglich Salzwasser in das Bergwerk eindringt und sich die Lage weiter verschärft, muss das ein klares Signal sein, die Rückholung mit deutlich mehr Tempo und Priorität voranzutreiben. Statt fortwährend zu begründen, weshalb viele Maßnahmen nicht geeignet sind, sollte die BGE künftig mitteilen, was nötig ist, um straffere Zeitpläne doch noch einzuhalten. Das sind die Expert*innen den betroffenen Menschen in der Region rund um die Asse schuldig.

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