Pressemeldung Nr. 208 vom

Grüne: Aktivitäten der Rockerbanden als flächendeckendes Problem ernstnehmen

Darum geht’s

Nach dem Rückzug der „Hells Angels“ aus Hannover werden verstärkt Aktivitäten von Rockerbanden in anderen Regionen, unter anderem in Celle, beobachtet. Die grüne Landtagsfraktion stellt dazu eine Kleine Anfrage an die Landesregierung.

Das sagen die Grünen

Meta Janssen-Kucz, innenpolitische Sprecherin

„Rockerbanden sind in Niedersachsen zu einem flächendeckenden Problem geworden. Derzeit beobachten wir eine erhöhte Aktivität im Raum Celle, die uns mit großer Sorge erfüllt. Die damit verbundenen Ängste der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir sehr ernst.“

„Wir müssen mehr über die Strukturen, Einnahmequellen und Aktivitäten der Rockerbanden erfahren und einen länderübergreifenden Daten- und Informationsaustausch auf den Weg bringen. Es muss das Ziel aller Bundesländer werden, einen weiteren Auf- und Ausbau der Aktivitäten von Rockerbanden gerade im Drogen- und Menschenhandel zu unterbinden.“

Zum Hintergrund

Kleine Anfrage zu "Outlaw Motorcycle Gangs"

In Deutschland sind Motorrad- und Rockerbanden wie die „Hells Angels“ und deren Supporter schon seit Jahrzehnten aktiv. Charakteristisch für diese Gruppen sind Verbrechen wie Menschen- und Drogenhandel, teils mit schwerer körperlicher Gewalt. Darüber hinaus stellen sie ihre eigenen Regeln über die Gesetze des Staates und finanzieren ihren Club durch organisierte Kriminalität.

Zu den bekanntesten und größten Rockerbanden in Niedersachsen zählen die „Bandidos“ und die „Hells Angels“. Aufgrund der Aktivitäten von Rockerbanden in der organisierten Kriminalität, auch mit Gewaltbezug, rücken sämtliche Gruppierungen und ihre Protagonisten verstärkt ins Blickfeld der niedersächsischen Polizei. In Niedersachsen haben seit den 90er Jahren verschiedene Rockerbanden ihren Einflussbereich vergrößert.

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