Pressemeldung Nr. 256 vom

Kritik an Millionenbetrag vom Land und Unterstützung durch den Ministerpräsidenten Gentechnikwerbekampagne HannoverGEN als "Gehirnwäsche"

Scharfe Kritik an dem vom Ministerpräsidentwn Christian Wulff persönlich unterstützten Modellprojekt HannoverGEN kommt von den Landtagsgrünen. Der landwirtschaftspolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein sprach von einem "Gehirnwäscheprojekt", das die Segnungen der Agrogentechnik propagiert und kritischen Bürgern unterstellt, dass sie zu dumm seien, diese zu erkennen.

Mit der Initiative HannoverGEN soll ab 2008 Lehrern und Schülern in der Region Hannover die grüne Gentechnik näher gebracht werden. 1,6 Mio. € sollen dafür in den nächsten fünf Jahren ausgegeben werden, die weitgehend vom Land und den beteiligten Universitäten in Hannover und Oldenburg aufgebracht werden sollen, sagte Grünen-Politiker Klein am (heutigen) Donnerstag in Hannover.

Die interessierte Wirtschaft hätte in den vergangenen Jahren Milliarden Werbegelder in Akzeptanz- und Informationskampagnen gesteckt und dabei auch an Schulungs- und Unterrichtsmaterialien nicht gespart. Klein wies darauf hin, dass Umfragen zufolge trotzdem rund 80 % der Menschen weiterhin den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelherstellung ablehnen würden. "Diese Menschen sind nicht dumm. Sie wissen vielmehr, dass wir keine Risikotechnologie brauchen, die keinen Nutzen und keine sinnvollen Chancen bietet," sagte der Grünen-Politiker.

Skandalös sei auch, dass sich die Landesregierung "in diesem Fall derart großzügig finanziell beiteiligt, während in anderen Finanzierungsfragen, z.B. bei der Lehrerversorgung für Ganztagsschulen geknausert wird."

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