Pressemeldung Nr. 29 vom

Veröffentlichung 3. Gleichstellungsatlas Elke Twesten: Gleichstellung muss auch gelebt werden

Darum geht's

Heute (Mittwoch) hat das Niedersächsische Sozialministerium den 3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern für Niedersachsen vorgelegt.

Das sagen die Grünen

Elke Twesten, frauenpolitische Sprecherin

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundrecht. Der 3. Gleichstellungsatlas macht deutlich, dass dieses Recht zwar gesetzlich existiert, vor allem jedoch in allen Bereichen von Wirtschaft, Politik und Verwaltung angewendet werden muss. Der neue Atlas benennt ganz klar, ob und in welchem Umfang Frauen Führungsverantwortung wahrnehmen. Auch die Themen Armutsgefährdung und Gewalt in Partnerschaften werden im Atlas hell ausgeleuchtet.“

„Wir haben noch viel zu tun: Nur jedes vierte Mandat in den kommunalen Parlamenten ging nach der Kommunalwahl 2016 an eine Frau, nur zwei Landrätinnen sitzen in den 46 Landkreisen an der Spitze der Verwaltung. Trotz vielfältiger formaler Anerkennung und zahlreicher Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern sieht die alltägliche Realität häufig noch anders aus. Wir brauchen offensichtlich noch viel mehr gezielte Frauenförderelemente, um die Präsenz von Frauen zu stärken.“

„Für uns sind die Ergebnisse Ansporn und Auftrag zugleich, Frauen noch stärker zu ermutigen und sie dabei zu unterstützen, sich politisch zu beteiligen.“

Zum Hintergrund

Die rot-grüne Landesregierung legt nach 2010 und 2013 in diesem Jahr den dritten regionalisierten „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen" vor. Der Bericht verhält sich analog zum „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes und veranschaulicht, wo Gemeinden und Kreise in Niedersachsen gleichstellungspolitisch stehen. Der aktuelle fortgeschriebene Atlas wurde erweitert und umfasst nun 28 Indikatoren in den vier Bereichen Partizipation, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Einkommen sowie Lebenswelt.

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