Pressemeldung Nr. 2 vom

Zusätzlicher Feiertag Detlev Schulz-Hendel: Wirtschaft misst mit zweierlei Maß

Darum geht’s

Vertreter der niedersächsischen Wirtschaft üben Kritik an einem zusätzlichen Feiertag. Die Arbeitsleistung würde demnach bei 200 Arbeitstagen im Jahr um 0,5 Prozent gesenkt werden. Das entspreche einer indirekten Lohnerhöhung von einem halben Prozent.

Das sagen die Grünen

Detlev Schulz-Hendel, wirtschaftspolitischer Sprecher

„Einzelne Wirtschaftsvertreter jammern auf höchstem Niveau: Gegenüber anderen Bundesländern haben wir in Niedersachsen bis zu vier Feiertage weniger im Jahr. Das bedeutet rechnerisch, dass die niedersächsischen Beschäftigten allein in den vergangenen zehn Jahren ihren Arbeitgebern acht Wochen Arbeit im Vergleich zu den Kollegen im Süden der Republik geschenkt haben. Damit haben die Niedersachsen quasi vorgearbeitet!“

„Wer behauptet, dass ein zusätzlicher Feiertag die Wirtschaftsleistung in Niedersachsen unzulässig schmälere, misst mit zweierlei Maß und argumentiert unseriös.“

Zum Hintergrund

Niedersachsen steht vor der Einführung eines zusätzlichen Feiertags. Damit würde Niedersachsen mit bislang neun Feiertagen das bestehende Defizit gegenüber anderen Bundesländern mit bis zu 13 Feiertagen im Jahr ein Stück weit abbauen. Die Grünen haben im vergangenen Jahr vorgeschlagen, als neuen niedersächsischen Feiertag den Europa-Tag am 9. Mai einzuführen.

Zurück zum Pressearchiv