Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.:Britta Kellermann MdL: Rechte Hetze führt zu rechter Gewalt
Zahl rechter Gewaltdelikte nimmt weiter zu
Auch die Statistiken zu rechts motivierten Straftaten im vierten Quartal 2025 belegen, dass die Zahl rechter Gewaltdelikte weiter stark zulegt. Auf eine entsprechende Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion liegen jetzt die Gesamtzahlen des vergangenen Jahres vor. „Angesichts von landesweit fast 3550 Fällen rechter Straftaten gibt es weiterhin keinen Grund zur Entwarnung“, sagt dazu die Grünen-Landtagsabgeordnete Britta Kellermann aus Salzhemmendorf. „Die Fallzahlen verharren auf einem besorgniserregend hohen Niveau.“ Die Entwicklung zeige, so Britta Kellermann, dass rechtsextreme Ideologie anschlussfähig und gefährlich bleibt. Wo menschenfeindliche Einstellungen reiften, nähmen letztlich Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendung zu.
In den Regionen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg zeigt sich diese Entwicklung auch im vierten Quartal des Vorjahres deutlich: In Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg registrierten die Behörden in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 29 Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund, im Gesamtjahr waren es 152. Für Britta Kellermann steht fest: „Rechtsextremismus ist und bleibt auch in Niedersachsen und in unserer Region die größte Gefahr für die Demokratie.“ Rechte Hetze und diskriminierende Äußerungen seien keine Bagatellen, sondern Teile eines Vorfelds rechter Gewalt. Dabei sieht die Grünen-Politikerin eine politische Mitverantwortung bei der AfD. Deren menschenfeindliche und rassistische Parolen – außerhalb und auch innerhalb der Parlamente – bereiteten den Nährboden für Taten des rechtsextremen Spektrums.