Pressemeldung Nr. 95 vom

Dieselgipfel Anja Piel: Vorgelegte Angebote sind Schlag ins Gesicht der Verbraucher

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Darum geht’s

Am Mittwoch (2. August 2017) trafen sich Politik und Automobilhersteller zu einem Dieselgipfel. Die Grünen im Niedersächsischen Landtag bedauern, dass das Treffen nicht unter Einbeziehung der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände stattgefunden hat.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Die heute vorgelegten Angebote sind ein Schlag ins Gesicht der getäuschten Verbraucher. Softwareupdates sind Bestandteil eines angemessenen Services, echte Verbesserungen der Luftreinheit in unseren belasteten Städten sind aber nur mit Nachrüstung erreichbar.“

„Wenn sichergestellt werden soll, dass nach diesen Skandalen ein echter Aufbruch organisiert wird, braucht es offenbar eine Zukunftskommission umweltfreundliche Mobilität. Das Vertrauen, dass die Automobilindustrie schnell Lösungen präsentieren wird, ist bei den Verbrauchern erschöpft und der erhoffte Befreiungsschlag bleibt auch heute aus. Ohne die Akteure der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände wird es keinen Ausweg aus der Krise geben, sie müssen gehört und beteiligt werden.“

„Auch und gerade in Niedersachsen muss Politik erkennbar Verantwortung übernehmen, damit die Luft in den Städten wieder sauberer wird. Arbeitsplätze müssen durch zukunftsfähige Technologien gesichert und dürfen nicht weiterhin durch Betrügereien aufs Spiel gesetzt werden. Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir aus der Krise heraus die Chancen nutzen müssen.“

Zum Hintergrund

Nach einer aktuellen Umfrage von der Welt gehen insgesamt 72,8 Prozent der Deutschen angesichts des Diesel-Skandals davon aus, dass beim Thema Luftverschmutzung zu viel Nachsicht mit der Autoindustrie geübt werde. Fast die Hälfte (49,7 Prozent) sagt sogar, „Ja, auf jeden Fall“.

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