Pressemeldung Nr. 170 vom

Aktionstag Lebensmittelwertschätzung Miriam Staudte: Schulobstprogramm besser ausstatten und auf Kitas ausweiten

Darum geht’s

Zum heutigen Aktionstag „Lebensmittelwertschätzung“ fordert die grüne Fraktion die Ausweitung des Schulobstprogramms auch auf die Kindergärten.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, ernährungspolitische Sprecherin

„Gesunde und schmackhafte Ernährung im Kindesalter bildet den Grundstock für eine bewusste und wertschätzende Haltung zu Lebensmitteln für das ganze Leben. Deswegen muss das niedersächsische Schulobstprogramm finanziell weiter gestärkt und die auf Kindertagesstätten ausgeweitet werden.“

Unsere Anfrage zur finanziellen Ausstattung des Programms hat offenbart, dass schon jetzt tausenden Schüler*innen das Schulobst verwehrt wird, weil im laufenden Schuljahr 2018/19 200.000 Euro im Etat fehlen.“

„Wenn die GroKo nun auf den letzten Drücker diese Summe auf die politische Liste für den Haushalt aufnimmt, reicht dies gerade mal, um diese offensichtliche Lücke zu stopfen – jedoch nicht rechtzeitig für das aktuelle Schuljahr. An eine Ausweitung des Programms oder eine qualitative Weiterentwicklung mit einem höheren Bioanteil ist unter diesen Voraussetzungen nicht zu denken. Es reicht nicht, wenn Ministerin Otte-Kinast einmal im Jahr mit Schüler*innen kocht, ansonsten für gute Schulverpflegung aber zu wenig Geld in die Hand nimmt.“

Zum Hintergrund

Am Mittwoch, den 5. Dezember, veranstaltet das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Aktionstag „Lebensmittelwertschätzung“. Ministerin Otte-Kinast besucht in diesem Rahmen die Berufsbildende Schule 2 in Hannover, um sich über das Thema Schulverpflegung zu informieren.

Im November antwortete das Landwirtschaftsministerium auf eine kleine Anfrage der grünen Landtagsfraktion zum Schulobstprogramm. Demnach ist das 2014 unter Rot-Grün eingeführten Programm nach wie vor ein Erfolg, sodass derzeit über 800 Schulen in Niedersachsen daran teilnehmen. Erstmals wurden im laufenden Schuljahr allerdings über 40 Anträge von Schulen, mit fast 5.500 betroffenen Schüler*innen aus, Geldmangel abgelehnt.

Der Grüne Haushaltsänderungsantrag sieht eine Erhöhung um 500.000 Euro vor, um weiter steigenden Anmeldezahlen zu begegnen, den Bio-Anteil zu erhöhen und perspektivisch Kindertagesstätte mit in das Programm aufnehmen zu können.

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