Pressemeldung Nr. 53 vom

Lebensmittelverschwendung Miriam Staudte: Gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ist mehr als Appelle nötig!

Darum geht’s

Auf der aktuellen Verbraucherschutzminister-Konferenz (22. bis 24. Mai) in Mainz bringt Niedersachsen einen Antrag gegen Lebensmittelverschwendung ein, der im Wesentlichen auf eine Aktionswoche hinausläuft. Andere Länder sind bereits viel weiter als Deutschland und haben bereits konkrete Vorgaben gegen das massenhafte Wegwerfen von Lebensmitteln beschlossen.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, agrar- und ernährungspolitische Sprecherin

Die Lebensmittelverschwendung in unserer Gesellschaft ist ein bekanntes und drängendes Problem. Lebensmittel gehören nicht auf den Müll! Mit Appellen an Verbraucherinnen und Verbraucher und freundlichen Bitten an Handel und Industrie ist es jedoch nicht getan. Andere Länder wie Frankreich , Italien oder Tschechien machen es bereits vor: Wir brauchen konkrete Entscheidungen. Supermärkte müssen verpflichtet werden, dass sie genießbare Lebensmittel an Essenstafeln für Bedürftige abgeben müssen. Menschen, die ‚containern‘ gehen, dürfen nicht länger kriminalisiert werden. Hier ist die Politik gefordert. Otte-Kinast betont gern, Essen gehöre nicht weggeworfen.  Doch es fehlen die Taten. Die geplanten „Aktionswochen“ sind nett, aber sie greifen viel zu kurz. Andere Bundesländer wie Berlin haben bereits konkretere Ideen, die es zu unterstützen gilt. Selbst große Lebensmittelketten machen bereits vor, wie sich die Lebensmittelverschwendung stoppen lässt.

Zum Hintergrund

Die Grünen in Niedersachsen haben bereits im Februar einen Antrag in das Landtagsplenum eingebracht, der eine Entkriminalisierung für das „Containern“ und gesetzliche Vorgaben für den Handel fordert. Dieser steht am 29.05. auch auf der Tagesordnung des Agrarausschusses. Hierzu wird von der Landesregierung eine Stellungnahme und eine rechtliche Bewertung erwartet.

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