Pressemeldung Nr. 25 vom

Absurdes Theater zur Marienburg Landesregierung soll endlich Fakten vorlegen

Darum geht's:

Die Grünen im Landtag fordern die Landesregierung auf, dem Haushalts- und Wissenschaftsausschuss alle Unterlagen und vorhandene Gutachten zur Marienburg vorzulegen und Fragen vollständig zu beantworten.

Das sagen die Grünen

Eva Viehoff, kulturpolitische Sprecherin

Es ist schon ein wenig seltsam, dass der Wissenschaftsminister ein Gutachten in Auftrag gibt, um persönliche Streitigkeiten zwischen Familienmitgliedern zu klären. Das ist keine Landesaufgabe und widerspricht auch eigenen erklärten Absichten der Landesregierung. Die vollständige und umfassende Information der Parlamentarier über Kulturgegenstände, die man über Stiftungen ankaufen, verwalten oder über das Landesmuseum restaurieren lassen will hingegen ist eine Aufgabe der Landesregierung. Der kommt sie bislang nur sehr unzureichend nach: Den Abgeordneten müssen endlich die Fakten präsentiert werden.

Stefan  Wenzel, haushaltspolitischer Sprecher

Insgesamt verhält man sich den Welfen gegenüber merkwürdig servil. Es bestehen Zweifel, ob das Wissenschaftsministerium die nötige Sorgfalt bei der Prüfung der Angaben an den Tag legt. Nach wie vor stehen der öffentlich erklärten Armut des Hauses Hannover Berichte über 44 Mio. Euro gegenüber, die beim Verkauf von Kulturgegenständen erzielt wurden und seitdem verschwunden sind. Außerdem soll es mehr als 6000 ha Land geben, die bei der Cumberland Stiftung verwaltet werden sowie Firmen in der Steueroase auf den Virgin Islands.

Das alles muss von der Landesregierung hart und konsequent geprüft werden, bevor Steuergelder in eine Stiftung investiert werden. Noch ist die ganze Geschichte eher ein absurdes Theater, könnte aber durchaus Züge eines klassischen Dramas annehmen.

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