Statement Julia Willie Hamburg zum Mathe-Abitur in Niedersachsen

Das Kultusministerium lehnt trotz der starken Proteste von Betroffenen Korrekturen bei der Bewertung des diesjährigen Mathematik-Abiturs in Niedersachsen ab. Dazu erklärt Julia Willie Hamburg, bildungspolitische Sprecherin:

„Die Entscheidung des Kultusministers gegen Korrekturen bei der Bewertung des umstrittenen schriftlichen Mathe-Abiturs ist für die Schülerinnen und Schüler eine große Enttäuschung. Das Kultusministerium folgt den vorgetragenen Beschwerden nicht, obwohl es selbst das Ergebnis nicht zufriedenstellend findet und den Prüfungsumfang an der oberen Grenze der Zumutbarkeit sieht. Auch wenn der Notenschnitt sich verschlechtern wird, weil die Noten schlechter ausfallen, sieht der Kultusminister darin nur eine leichte Einbuße für die Schülerinnen und Schüler. Angesichts dessen, dass Studienplätze für begehrte Studiengänge nach Numerus Clausus vergeben werden, muss sich das für die betroffenen Schülerinnen und Schüler wie blanker Hohn anfühlen. Solange dieses Auswahlverfahren an Universitäten besteht, kann Niedersachsen sich eine solch einsame Entscheidung eigentlich nicht erlauben. Wir haben erhebliche Zweifel, dass diese Entscheidung gerade im Interesse der Schülerinnen und Schüler angemessen und vertretbar ist. Nach diesem Auftritt des Ministers ist vor allem eines klar: Dass in Niedersachsen noch nichts klar ist. Wir werden deshalb Freitag im zuständigen Landtagsausschuss etliche Nachfragen stellen und dann noch einmal eine eigene Bewertung der Vorgänge vornehmen.“

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