Statement Julia Hamburg zur Situation an den BBS

Zur alarmierenden Situation an den Berufsbildenden Schulen sagt Julia Willie Hamburg, bildungspolitische Sprecherin:

„Die SPD geführte Landesregierung ist gerade dabei, ihr bestes Pferd totzureiten. Seit Jahren ist die Personalsituation an berufsbildenden Schulen unzureichend. Statt die dramatische Verschlechterung mit zunehmenden Fachkräftemangel insbesondere in den technischen, pflegerischen und pädagogischen Berufen zur Chefsache zu erklären, verschließt Kultusminister Tonne die Augen.

Die erneute Kürzung der Budgets bringt einige Berufsbildende Schulen nun in erhebliche Existenznot. Die schlechte Unterrichtsversorgung wird sich mit dem Beenden befristeter Verträge weiter verschärfen. Das wird auch zum Hemmschuh für die wichtigen Digitalisierungsprojekte, für die es mehr und nicht weniger Lehrkräfte braucht.

Ohne verlässliche Mittel für Personal verlieren Berufsbildende Schulen ihre notwendige Handlungsfähigkeit für schnelle Neubesetzungen bei Krankheiten oder Erziehungsurlauben. Der Verweis auf nicht ausgegebene Mittel trifft eben nicht auf alle Schulen zu und hilft auch niemandem weiter.

Angesichts des dramatischen Personalmangels ist die Überführung von SPRINT in den Regelunterricht zum jetzigen Zeitpunkt ein zynischer Taschenspielertrick. Wohl wissend, dass die Fachkräfte schon für den Regelunterricht fehlen, ist es der blanke Hohn, zu behaupten, die Schulen könnten nun genug Personal für die Sprachförderung einstellen. Damit zerschlägt Tonne als Erfüllungsgehilfe der GroKo ohne Not erfolgreiche Strukturen. Wo der Minister die erforderlichen Fachkräfte backen will, steht in den Sternen. Fakt ist, die 2000 Schüler mit Sprachförderbedarf haben das Nachsehen.“

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