Pressemeldung Nr. 375 vom

GRÜNE kritisieren Tageskassenkonzept der EXPO - Ticket-Wirrwarr Gefahr für Weltausstellung

Die Landtagsgrünen haben den beabsichtigten erneuten Systemwechsel im Kartenvertriebskonzept der EXPO GmbH kritisiert. Mit den jetzt geplanten 12 Millionen Karten für Tageskassen am Gelände wird nach Ansicht des hannoverschen Abgeordneten Enno Hagenah der EXPO-Verkehr völlig unkalkulierbar; mit entsprechenden Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft der Region .
Der Grünen-Politiker erinnerte daran, dass ursprünglich ein striktes Vorverkaussystem mit klarer Terminvorgabe und Verkehrsmittelvorauswahl zugesagt war. Verkehrsexperten hatten vor Kartenverkaufsständen am Gelände gewarnt, weil damit Gästen suggeriert werde, man könne beruhigt von zu Hause aufbrechen und sich jederzeit vor Ort um Karten bemühen.
Inzwischen sind von der EXPO bereits 5 Millionen sogenannte offene Tickets auf den Markt geworfen mit dem Argument, viele Gäste würden nur dann zur EXPO kommen, wenn sie sich nicht Wochen oder Monate vorher auf einen Termin festlegen müssten.
Hagenah bezweifelt, dass das Konzept aufgeht, da der Preis für datierte und offene Tickets gleich hoch ist. "So gibt es keine Motivation mehr, datierte Tickets zu kaufen."
"Die logische Folge dieser unverantwortlichen Strategie wird der große Andrang auf Kartenvorverkaufsstände am Gelände sein", sagte der Grünen-Politiker.
Die Tricks der EXPO GmbH sollen offensichtlich den schleppenden Kartenvorverkauf ankurbeln. Stadt und Region hätten die Lasten zu tragen.
Hagenah forderte den EXPO-Aufsichtsrat auf, dieses - auch für die Veranstaltung selbst - schädliche Vorgehen zu unterbinden.

Zurück zum Pressearchiv