Pressemeldung Nr. 386 vom

Flüssigkeiten sollen „probeweise“ verpresst werden GRÜNE kritisieren „heimliche“ Entsorgung schadstoffbelasteter Abwässer

Die Landtagsgrünen haben scharf kritisiert, dass die schadstoffbelasteten Abwässer aus der Erdgasförderung weiterhin in den Untergrund verpresst werden dürfen. Es sei nicht akzeptabel, dass RWE dea vom Landesbergamt (LBEG) die Genehmigung für die „probeweise“ Entsorgung von 10.000 Kubikmeter verseuchter Flüssigkeit erhalten habe, weil offenbar versäumt wurde, Vorsorge für den Umgang mit den verseuchten Abwässern zu treffen, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel am Dienstag (heute) in Hannover. Erst im vergangenen Jahr sei im Landkreis Verden die großflächige Verseuchung von Böden durch schadstoffbelastete Abwässer bekannt geworden, das habe bei der zuständigen Behörde offenbar „zu keinerlei Konsequenzen geführt.“ Stattdessen werde weiterhin ohne Information und Beteiligung der betroffenen Bevölkerung unter dem Deckmantel eines Probebetriebs heimlich das schädliche Lagerstättenwasser entsorgt.

„Mit einem derart ignoranten und konzernfreundlichen Vorgehen durch das Landesbergamt kann das verspielte Vertrauen bei den Menschen der Region nicht zurück gewonnen werden“ sagte Wenzel. Der Grünen-Politiker will nun mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung in Erfahrung bringen, wie diese das Verhalten des LBEG bewertet. Gefragt wird auch inwiefern sichergestellt wird, dass eine mögliche Beeinträchtigung der Umwelt verhindert wird und ob auch Alternativen zur Verpressung des Lagerstättenwassers geprüft werden.

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