Statement Christian Meyer zur Ausschussunterrichtung des Abschuss des Wolfsrüden "GW 717m"

Zu der heutigen Ausschussunterrichtung durch Umweltminister Lies zum geplanten Abschuss des Wolfsrüden „GW 717m“ sagt Christian Meyer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag:

„Umweltminister Lies nennt vor allem politische und emotionale Gründe für den geplanten Abschuss. Eine Abstimmung mit dem Bund zum Umgang mit dem Rodewalder Rudel gab es nicht – die Landesregierung wollte hier wohl einen weiteren, fachlichen Widerspruch wie beim Cuxhavener Rudel vermeiden.

Die Abschussfreigabe war voreilig und steht juristisch auf wackeligen Füßen. Das hat wohl auch Minister Lies mittlerweile eingesehen und nun einen Rückzieher gemacht. Offenbar herrscht im Ministerium ein ziemliches Durcheinander was den Umgang mit auffälligen Wölfen angeht. Von der Besenderung bis zum Abschuss - der Minister verkündet ständig neue Maßnahmen und nichts wird umgesetzt. Der Akzeptanz des strengen Artenschutzes für den Wolf wird damit ein schwerer Schaden zugefügt.

Umweltminister Olaf Lies konnte auch heute nicht belegen, dass alle zumutbaren Alternativen ausgeschöpft sind. Schafe und Ponys ohne wolfssichere Zäune, Kälber ohne den Schutz einer wehrhaften Rinderherde sind leichte Beute für den Wolf – da hilft auch die Tötung eines einzelnen Wolfes nicht. Stattdessen müssen die Weidetierhalter in der Region aktiv dabei unterstützt werden, den Herdenschutz auszubauen und sich auf die Rückkehr des Wolfes vorzubereiten.“

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