Statement Christian Meyer: CDU und SPD jagen Gespensterwölfe – Grüne fordern Rückkehr zur Sachlichkeit

Zu den Berichten, dass kein Wolf für die Attacke im Landkreis Rotenburg nachweisbar ist, erklärt Christian Meyer, naturschutzpolitischer Sprecher:

CDU und SPD jagen Gespensterwölfe. Wieder einmal stellt sich heraus, dass entgegen ersten Meldungen ein Wolf als Täter nicht nachweisbar ist. Schon beim Riss eines Rehs im Freibad in Bad Bevensen, den getöteten Hunden in Celle und Bodenwerder haben sich später entlaufene Hunde und nicht Wölfe als Täter herausgestellt. Auch Wolfsattacken auf Hengste vom Landgestüt Celle hat es nicht gegeben. Vorschnelle Vorverurteilungen wie vom Präsidenten der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke (CDU), der sich letzte Woche ganz sicher war, dass ein Wolf erstmals Menschen attackiert hat, stellen sich wieder mal als reine Panikmache heraus.

Die Politik ist gut beraten, Ergebnisse von Fachleuten erst abzuwarten und nicht ideologische Einseitigkeit pro oder kontra Wolf zu betreiben. Es war wohl kein Zufall dass die vermeintliche Wolfsattacke auf einen Friedhofsgärtner gleichzeitig mit Vorschlägen der CDU-Bundestagsfraktion für mehr Wolfsabschüsse öffentlich wurde. 

Für uns Grüne ist klar, dass Problemwölfe entnommen werden müssen. Klar ist aber auch, dass es dafür hinreichende Belege geben muss. Wir fordern alle Beteiligten auf,   zur Sachlichkeit zurückzukehren. Wichtig ist, dass das Wolfsmanagement in Niedersachsen jetzt besser vorankommt und Weidehalter in Niedersachsen für ihre Arbeit unabhängig vom Wolf eine Prämie von 30 Millionen Euro bekommen, die CDU und SPD weiter verweigern. Den Wolf für den Rückgang der Weidehaltung verantwortlich zu machen ist eine billige Ausrede, von CDU und SPD für Nichtstun.

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