Rede: Susanne Menge zu Greenshipping (Antrag SPD/GRÜNE)

- Es gilt das gesprochene Wort - 

Anrede,

es liegen zwei Anträge vor uns – der eine, unser Antrag, wurde knapp neun Monate vorher gestellt als Ihrer.

Das ist insofern erwähnenswert, als sich in den vergangenen Monaten vieles getan hat, was Sie in einen Antrag hätten einfließen lassen können, um unseren in der Qualität quasi zu toppen. Denn im Kern stimmen Sie ja zu, dass Green-Shipping als Konzept starke Unterstützung erfahren muss.

Aber Sie übertreffen ihn leider nicht, sondern schreiben ab, modifizieren an der einen oder anderen Stelle, ändern die Überschrift und schaffen dadurch sogar Widersprüche zum eigenen Text.

Sie machen es uns sehr leicht, die Stärken im Entschließungstext gegenüber Ihrem Antrag aufzuzeigen:

  • Differenzierung trifft auf pauschale Aussagen,
  • Sie kehren unsere differenzierte Betrachtung auf die nationalen und globalen Umweltprobleme um in eine vollkommen unkritische Sichtweise,
  • Und wieder einmal wird der Begriff Nachhaltigkeit reduziert auf die Verringerung des den Ausstoßes von Kohlendioxid.

Wir hatten eine Anhörung zum Green-Shipping im Ausschuss angeregt, das Green-Shipping-Konzept der Verantwortlichen ist überzeugend und die Entscheidung für das seit Jahren erfolgreich arbeitende Kompetenzzentrum ist längst gefällt.

Warum versagen Sie den Green-Shipping-Akteuren mit diesem lapidar heruntergeschriebenen Antrag das Angebot, sich inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen zu wollen? Weder entwickeln Sie eigene Ansätze in einem Prozess des stetigen Wandels und der technologischen Weiterentwicklung, noch sind Sie mit diesem Antrag bereit, Probleme differenziert, kritisch und vor allem lösungsorientiert aufzugreifen.

Aber genau das ist notwendig, verehrte Damen und Herren, wenn wir die Komplexität der auf uns zurollenden Probleme als ernst zu nehmende Partnerinnen und Partner anpacken wollen. Fragen nach Sicherheit, moderner Umwelttechnologie, Fragen der Müllvermeidung und Beseitigung des vorhandenen Mülls, lokale und globale Handlungsfelder, bestehende Verordnungen, eine umweltfreundliche Hafeninfrastruktur und anderen müssen wir uns stellen und sie nicht, wie Sie das tun, verdrängen.

NPorts hat sich, das möchte ich an dieser Stelle hervorheben, mit einem Konzept für Niedersachsen – Hafen plus – ebenfalls deutlich positioniert.

Sehr geehrte Damen und Herren, an Lösungen müssen wir alle gemeinsam arbeiten – die  Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und die politisch Verantwortlichen.

Wer diesen Weg mitgehen will, stimmt unserem Antrag zu. 

Zurück zum Pressearchiv