Nicolas Mülbrecht Breer: Rede zur Fachkräftegewinnung (Antrag SPD/GRÜNE)
TOP 11: Fachkräftegewinnung und -sicherung braucht regionale Netzwerke und Willkommenskultur: Nachhaltige Strukturen für die Förderung der Fach-kräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration in Niedersachsen sichern und ausbauen (Antrag SPD/GRÜNE)
- Es gilt das gesprochene Wort -
Die Unterrichtung im Ausschuss hat deutlich gemacht, dass die Förderung von Start-Guides und Welcome Centern ein echter Gewinn für Niedersachsen ist. In der Beratung habe ich gelernt, dass ein Teil des Antrages, nämlich das Start-Guide-Programm auf eine Initiative und die Planungen des früheren Wirtschaftsministers Dr. Althusmann zurückgeht – umso mehr zeigt sich, dass wir hier auf einer guten Grundlage aufbauen, die über Parteigrenzen hinweg trägt und die wir gemeinsam erfolgreich weiterentwickeln sollten.
Es freut mich sehr, dass wir internationalen Fachkräften das Ankommen erleichtern und gleichzeitig unsere regionalen Unternehmen stärken.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Arbeit des Wirtschaftsverbandes der Ems-Achse, der ein Welcome Center betreibt. Nachdem bereits erste Fachkräfte, unter anderem aus Mexiko und Südafrika, erfolgreich gewonnen wurden, geht es nun darum, diese Strukturen weiter zu professionalisieren und auszubauen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung unserer regionalen Unternehmen – insbesondere kleiner und mittlerer Betriebe. Viele stehen noch vor Herausforderungen, etwa bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, bei Visaverfahren oder bei der Integration neuer Mitarbeitenden. Genau hier setzt das Projekt an.
Ziel der Welcome Center ist es, Unternehmen besser auf die Beschäftigung internationaler Fachkräfte vorzubereiten, Unsicherheiten abzubauen und nachhaltige Integrationsprozesse zu schaffen. Dafür werden praxisnahe Workshops, Beratungsangebote und unterstützende Materialien entwickelt. Gleichzeitig werden bestehende Strukturen sinnvoll weiterentwickelt, statt neue Doppelstrukturen aufzubauen.
So entsteht ein starkes regionales Netzwerk, das Zuwanderung langfristig erfolgreich gestaltet und sowohl Unternehmen als auch Fachkräften echte Perspektiven bietet.
Über die Osterferien war ich mit meiner Frau in den Flitterwochen in Südafrika. Dort haben wir Fachkräfte getroffen, die seit einigen Wochen im Emsland arbeiten. Das hat mich besonders gefreut. Es zeigt ganz konkret, dass unsere Maßnahmen wirken – und dass unsere Unternehmer*innen bereit sind, neue Wege zu gehen, internationale Talente zu integrieren und Verantwortung für die Zukunft ihres Standorts zu übernehmen.