Entwicklungspolitische Leitlinien

Westphely: Global denken, lokal handeln

Darum geht‘s

Vom 25. bis 27. September 2015 werden auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York die UN-Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele (SDGs, Sustainable Development Goals) im Rahmen der „Post-2015-Agenda“ verabschiedet. Bereits im Vorfeld hat die rot-grüne Landesregierung mit dem Beschluss der Entwicklungspolitischen Leitlinien die Weichen für deren Umsetzung in Niedersachsen gestellt.

Das sagen die Grünen

Maaret Westphely, Sprecherin für Eine-Welt-Politik

„Gerade in der aktuellen Situation wird die Notwendigkeit, global zu denken deutlich: Menschen müssen gleichermaßen Zugang zu Wasser, Nahrung, Bildung und Beschäftigung haben, Fluchtursachen müssen in den Herkunftsländern bekämpft werden. Mit der Umsetzung der Entwicklungspolitischen Leitlinien leistet Niedersachsen seinen wichtigen Beitrag zu einer globalen Partnerschaft, die sich die nachhaltige Sicherung eines Lebens in Würde, Frieden und Sicherheit weltweit zum Ziel gesetzt hat.“

„Der Landesbeschluss über die Entwicklungspolitischen Leitlinien ist ein starkes Signal für mehr globale Verantwortung, wenn nun die zukunftsweisenden SDGs in New York beschlossen werden. Entwicklungspolitik wird zur Querschnittsaufgabe der Landespolitik mit dem Grundsatz: Global denken, lokal handeln. Damit bekennt sich das Land zu seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung in der ‚Einen Welt‘.“

Zum Hintergrund

Die Staatskanzlei Niedersachsen wird eine Arbeitsgruppe einrichten, in der die Umsetzung und Weiterentwicklung der Entwicklungspolitischen Leitlinien zusammen mit allen relevanten NGOs diskutiert und vorangetrieben werden. Darüber hinaus wird dieses hauptsächlich ehrenamtliche Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit von Rot-Grün über das Eine-Welt-Promotorenprogramm gestärkt. Zusätzlich hat sich das Land über das Landesvergabegesetz bereits dazu verpflichtet, fairen Handel und faire Beschaffung zu fördern.

Die UN-Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele SDGs, die in diesen Tagen in New York beschlossen werden, umfassen 17 Ziele, die eine weltweite nachhaltige Entwicklung in ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen befördern sollen. Mit ihnen werden im Rahmen der „Post-2015-Agenda“ die sogenannten „Millenniumsziele“ abgelöst, die von 2010 bis 2015 auf die Bekämpfung von Armut und Hunger in Entwicklungsländern konzentriert waren. Mit dem Beschluss der SDGs vollziehen die Vereinten Nationen einen Paradigmenwechsel von der klassischen „Entwicklungshilfe" für die ärmsten Länder zu Nachhaltigkeits- und Entwicklungszielen, an die weltweit alle Länder gebunden sein sollen.