Pflegekammer

Polat: Rot-Grün stärkt die Pflegekräfte durch eigene Interessenvertretung

Darum geht´s

Das Kabinett hat heute (9. Februar) den Weg für die Beratung des Gesetzentwurfes über die Pflegekammer im Niedersächsischen Landtag freigemacht.

Das sagen die Grünen

Filiz Polat, pflegepolitische Sprecherin

„Mit dem Kabinettsbeschluss sind wir der Pflegekammer wieder ein Stück näher gekommen. Wir setzen damit das Votum der Mehrzahl der Pflegekräfte um. In der bereits erfolgten schriftlichen Verbandsanhörung haben sich geschlossen alle pflegerischen Berufsverbände für die Einrichtung der Kammer ausgesprochen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Hintergrund

Mit Rheinland-Pfalz hat zu Beginn des Jahres die erste Landespflegekammer ihre Arbeit aufgenommen, in Schleswig-Holstein bereitet der Errichtungsausschuss derzeit die ersten Wahlen zur Kammerversammlung vor. Niedersachsen ist damit das dritte Bundesland, das dem Wunsch von Pflegeverbänden nach einer Pflegekammer als berufsständischer Vertretung der Pflege nachkommen will. Aufgaben der Kammer werden vor allem die Interessenvertretung der Pflege gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, die Führung der Berufsaufsicht, die Regelung der Fort- und Weiterbildung sowie die Qualitätsentwicklung in der Pflege sein. In einer Befragung im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung haben sich 2012 67 Prozent der befragten Pflegekräfte für die Einrichtung einer Pflegekammer ausgesprochen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des steigendes Fachkräftebedarfs ist die Einrichtung einer starken Interessenvertretung der Pflegeberufe – die Pflegekammer wird die größte Kammer im Gesundheitswesen sein – dringend geboten.