Neugründung der Landeszentrale für politische Bildung in Niedersachsen

Julia Willie Hamburg: Anhörung zeigt – Neugründung der Landeszentrale war überfällig

Darum geht’s

Bei der heutigen Anhörung (25. Januar 2016) im Landtag sind die Pläne für eine neue Landeszentrale für politische Bildung bei Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis auf breite Zustimmung gestoßen.

Das sagen die Grünen

Julia Willie Hamburg, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik sowie Antifaschismus

„Die Zivilgesellschaft freut sich auf die neue Landeszentrale und sie sprüht vor Ideen – das haben die Beratungen mit Fachleuten der politischen Bildungsarbeit deutlich unter Beweis gestellt. Gleichzeitig fordern sie eine Einigung aller Fraktion – die auch in unserem Interesse ist. Wir werden mit der CDU und FDP-Fraktion hierzu das Gespräch suchen.“

„Aufgabe der neuen Landeszentrale wird es sein, die guten erprobten Formate und Konzepte der Bildungsträgerlandschaft zu vernetzen, Lücken zu identifizieren und Impulse zu geben. Mit der Zerschlagung der Landeszentrale durch Schwarz-Gelb 2004 ist eben diese landesweite Plattform für Austausch und Vernetzung verlorengegangen – mit der Neugründung der Landeszentrale beheben wir diesen Fehler. Hierbei wurde einhellig unterstützt, dass es kein einfaches Zurück zu einer starren Behörde geben kann.“ 

„Eine moderne und wirkungsvolle Landeszentrale wird sich flexibel auf neue Formate, Internetangebote und kluge Konzepte konzentrieren, um in der Vielfältigkeit der Angebote ansprechend zu bleiben. Insbesondere die Ausweitung auf Medienkompetenz ist unverzichtbar – die Angehörten sprachen sich einhellig für diese Erweiterung aus. Die Medienlandschaft ist so vielfältig und schnelllebig geworden, dass hier eine kritische Auseinandersetzung immer wichtiger wird.“

„Die Anschläge von Barsinghausen und Salzhemmendorf zeigen auf, wie wichtig das passgenaue Angebot von politischer Bildung ist: Auf geistige Brandstiftung folgt Gewalt, Niedersachsen ist leicht entflammbar geworden. Politische Bildung ist ein Instrument, um gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus zu streiten.“