Nährstoffüberschuss nimmt ab

Janßen: Nährstoffbericht bestätigt die Agrarwende in Niedersachsen

Darum geht’s

Am heutigen Mittwoch (13. Januar) haben Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam den dritten „Nährstoffbericht in Bezug auf Niedersachsen“ vorgestellt.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, agrarpolitischer Sprecher

„Der Trend geht in die richtige Richtung: Der Nährstoffüberschuss im südlichen Weser-Ems-Gebiet ist gesunken, gleichzeitig ist die Menge der an andere Betriebe abgegebenen Wirtschaftsdünger deutlich gestiegen. Auch die Zahl der Betriebe, die Wirtschaftsdünger von anderen Betrieben aufnehmen, ist gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum um fast 800 Betriebe gestiegen. Das ist eine ermutigende Entwicklung. Die rot-grüne Agrarwende zeigt auch beim Schutz unseres Wassers vor zu hohen Nitrat- und Phosphatbelastungen erste Erfolge.“

„Es gibt noch immer Landkreise, in denen trotz wachsenden Nährstoffexports nach wie vor zu viel Gülle, Mist oder Gärsubstrate auf die Felder gebracht werden. Deshalb muss der Bund bei der schon lange geplanten Novelle der Düngeverordnung endlich liefern. Nur mit einem in der Düngeverordnung verankerten Datenabgleich der Tier- und Flächendaten der einzelnen Betriebe können wir eine ordnungsgemäße Düngung sicherstellen.“

„Der Einsatz von Stickstoff-Kunstdünger ist mit durchschnittlich 31 kg pro Hektar noch deutlich zu hoch. Hier ergeben sich für die Zukunft durch eine weiter verbesserte Verteilung des Wirtschaftsdüngers erhebliche Einsparpotenziale – auch im Geldbeutel der Bäuerinnen und Bauern.“

Zum Hintergrund

Der Nährstoffbericht in Bezug auf Wirtschaftsdünger erfasst die vorgeschriebenen Meldungen über die Verbringung von sogenanntem Wirtschaftsdünger – dazu gehören Gülle, Stallmist, Hühnertrockenkot und Gärsubstarte aus Biogasanlagen – für den Zeitraum vom 01. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2015. Diese Daten werden mit den Tierbeständen und der Flächenausstattung der Betriebe auf der Ebene eines Landkreises abgeglichen, um so Informationen über den Nährstoffanfall, den örtlichen Nährstoffbedarf und den Verbleib der Nährstoffe aus Wirtschaftsdünger zu gewinnen.