Weserländer beschließen Masterplan Salzreduzierung

Grüne: Jetzt muss K+S liefern

Darum geht's

Die Anrainerländer der Flussgebietsgemeinschaft Weser haben heute ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Salzabwässer der Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier beschlossen.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

"Der neue Masterplan ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung zur Entlastung der Weser. Nun liegt der Ball im Feld von K+S: Für das Vertrauen der Anrainer von Werra und Weser und alle engagierten Bürgerinnen und Bürger in Naturschutzverbänden und Initiativen ist es unabdingbar, dass K + S jetzt ohne weitere Verzögerungen liefert und die beschlossenen Maßnahmen zur Salzreduzierung zügig umsetzt.“

Volker Bajus, umweltpolitischer Sprecher

"Unser Umweltminster Stefan Wenzel hat gut verhandelt. Niedersachsen hat allen Pipeline-Plänen eine klare Absage erteilt."

"Die zentralen Maßnahmen setzen an der Quelle an, das ist ökologisch der richtige Weg. Die grünen Umweltminister haben erfolgreich eine Haldenabdeckung durchgesetzt, was auch das Problem der Altlasten endlich angeht."

Zum Hintergrund

Die Verständigung der Weserministerkonferenz sieht als wichtigste Maßnahmen eine deutliche Reduzierung der Abwassermengen durch technische Verfahren, ein sicheres Einstapeln eines Teils der Abwässer in den bisherigen Förderstollen unter Tage, sowie eine Abdeckung der inzwischen rund 200 ha großen Halden aus den festen Produktionsabfällen der Vergangenheit vor.

Im Jahr 2018 sollen die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.