Erste Integrationskonferenz "Werkstatt Sprache" erfolgreich

Grüne: Einheitliche Förderkette Sprache erforderlich und Ehrenamt stärken

Darum geht’s

Am Mittwoch (16. März 2016) fand die erste Integrationskonferenz des Bündnis „Niedersachsen packt an“ in Hannover statt. Schwerpunkt der Diskussion der rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Sprachförderung von Geflüchteten.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Sprache ist die entscheidende Voraussetzung für die Integration in Schule, Beruf und für das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft. Die zahlreichen Zuständigkeiten im Bereich der Sprach- und Integrationskurse müssen abgebaut und mit beruflichen Maßnahmen verknüpft werden. Der Zugang zu diesen Maßnahmen sollte dabei nicht mit der Herkunft oder der Anerkennungsquote verknüpft werden. Tausende geflüchtete Menschen werden dadurch zum Nichtstun verdammt."

„Insbesondere die 700 Sprachkurse des Ministerium für Wissenschaft und Kultur haben gezeigt, dass durch den Zugang unabhängig vom Aufenthaltsstatus und einer frühzeitigen Kompetenzerfassung ein wichtiger Grundstein in der Förderkette gelegt wurde. Der Anschluss zur berufsspezifischen Sprachvermittlung muss ganz klar durch die Agentur für Arbeit und die Jobcenter erfolgen.“

Hintergrund

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ wurde im vergangenen Jahr (2015) von der rot-grünen Landesregierung gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN), der Katholischen Kirche in Niedersachsen und der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen ins Leben gerufen. Ziel ist es sich im Rahmen einer breiten gesellschaftlichen Koalition für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten zu engagieren.

In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) landesweit bereits rund 700 Sprachkurse in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung auf den Weg gebracht.