Diskussion um HannoverGEN versachlichen

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hält die Entscheidung der Landesregierung, das Projekt HannoverGEN auslaufen zu lassen, für richtig.  "Das Thema Gentechnik steht im Kerncurriculum, die kritische Auseinandersetzung ist gewollt, aber es muss zweifelsfrei ausgeschlossen sein, dass interessengeleitete Beeinflussung zum Beispiel über wissenschaftliche Begleitungen in die Schulen gelangt. Es gibt keinen Grund für eine bevorzugte Ausstattung mit Landesmitteln“, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag (heute) in Hannover.

„Wenn die Landesregierung die Förderung auslaufen lässt, bedeutet das nicht, dass die praktische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern in den vier Schullabors eingestellt werden muss.“ Der Schulträger müsse dann die nötigen Sachmittel finanzieren; es sei aber wichtig, dass die wissenschaftliche Neutralität gewährleistet werde.
Es könne weiter experimentiert werden, allerdings sollten dabei auch andere naturwissenschaftliche Fragen aus den Kerncurricula über die Gentechnologie hinaus Thema sein, sagte Korter.

„Das  Engagement der Schülerinnen und Schüler zeugt von einer großen Motivation für den naturwissenschaftlichen Unterricht und einem großen Interesse an der Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen und Wertungen. Das nehmen wir sehr ernst. Ich sehe die Schulträger verstärkt in der Pflicht, für gut ausgestattete Fachräume an den Schulen zu sorgen; das Land muss sich intensiv in der  Aus- und Fortbildung der  Lehrkräfte engagieren“, sagte Korter.  Diese Aufgabenstellungen seien auch in der rotgrünen Koalition vereinbart.