McAllister in Wahlkampfpanik - Schüler sind keine Versuchskaninchen

CDU-Angebot zum Turbo-Abi kommt 10 Jahre zu spät

» Schule, Korter, Schule

Als „billiges Last-Minute-Angebot“ hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Ankündigung des Ministerpräsidenten bezeichnet, nach der Wahl Eltern, Schüler und Lehrer zum Thema Turbo-Abi an einen Runden Tisch einzuladen. „Offenbar befürchtet Herr McAllister, angesichts anhaltend schlechter Bewertungen der schwarz-gelben Schulpolitik, bei den Wahlen die Quittung zu erhalten“, sagte die Grünen-Politikerin heute (Mittwoch) in Hannover. Die unverbindliche Einladung zum Gespräch komme zehn Jahre zu spät.

Korter: „Seit Jahren ignorieren CDU und FDP alle Proteste von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften. Drei Tage vor dem Wahltermin ist offenbar die Botschaft, dass das Turbo Abi Riesenprobleme bereitet, auch bei der Regierung angekommen. Es herrscht aber nur die Angst vor dem Machtverlust und nicht der Wille zu einer besseren Schulpolitik." Die Grünen-Politikerin verwies darauf, dass Kultusminister Althusmann noch Anfang des Jahres einem Bericht des Weser Kurier zufolge erklärt hat, „man dürfe die Diskussion über die hohe Belastung für die Schüler nicht zu sehr dramatisieren“. Eine Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren - wie in anderen Bundesländern – habe er kategorisch abgelehnt.

„Wer den Eltern- und Schülerwillen und die Qualitätsfrage derart ignoriert dem darf die Schulpolitik des Landes nicht länger anvertraut werden. Schüler sind keine Versuchskaninchen!", sagte Korter.

Die Grünen wollen an den Gesamtschulen zum  Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren und den Gymnasien gemeinsam mit den Schulträgern die Entscheidung über G 8 oder G 9  freistellen. Dazu sollen die Eltern befragt werden.


Themenspecial Asse