Pressemeldung Nr. 65 vom

Weideprämie Miriam Staudte: Otte-Kinast muss Blockadehaltung aufgeben

Schäferinnen und Schäfer übergeben u.a. Miriam Staudte eine Petition für die Einführung einer Weideprämie.

Darum geht‘s

Schäfer und Schäferinnen haben heute (12. April 2018) vor dem Niedersächsischen Landtag eine Petition für die Einführung einer Weideprämie überreicht.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin

„Heidschnucken und Schafe dürfen nicht von niedersächsischen Weiden verschwinden. Die Weidehaltung erhält unser artenreiches und klimaschützendes Grünland und ist zur Pflege der Deiche dringend notwendig. Agrarministerin Otte-Kinast muss endlich ihre Blockadehaltung gegenüber der tierschutzfreundlichen Weideprämie aufgeben und die notwendigen Mittel sichern.“

„Wie das Beispiel Thüringen zeigt, reicht es nicht, nur auf den Bund zu verweisen. Auch auf Landesebene ist eine Prämie für Kühe und Schafe, die Landschaftspflege betreiben, äußerst wichtig. Otte-Kinast lässt die Weidetierhalter aber weiterhin im Regen stehen.“

Zum Hintergrund

Nach Abschaffung der Ausgleichszulage für Grünland (AGZ) in Höhe von 17 Millionen Euro jährlich aus EU-Mitteln wollte die rot-grüne Landesregierung Landesmittel für die Einführung einer Weideprämie in Höhe von 30 Millionen Euro bereitstellen. Bei der Weidehaltung sollten pro Kuh 60 Euro und pro Schaf/Ziege 20 Euro gezahlt werden. Agrarministerin Otte-Kinast (CDU) hat diese Mittel in Zuge der Kabinettsverhandlungen zum Nachtraghaushalt nicht eingefordert und blockiert eine Weideprämie auf Landesebene bislang. Wegen der ablehnenden Haltung auch auf der Bundesebene hat Thüringen jetzt eine eigene Weideprämie für Schafe und Ziegen aus Landesmitteln beschlossen.

Die Grüne Landtagsfraktion hat zum Nachtragshaushalt 2018 die Weideprämie für Rinder, Schafe und Ziegen in Höhe von 30 Millionen Euro beantragt. CDU und SPD haben dies aber abgelehnt.

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