Pressemeldung Nr. 104 vom

Jagdgesetz Miriam Staudte: Otte-Kinast auf Jagd-Safari in Niedersachsen?

Darum geht’s

Das Landeskabinett hat heute einen Gesetzentwurf für eine Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Die Grünen im Landtag stellen fest, dass die Jagdgesetznovelle ein Rückschritt ist.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, agrar- und jagdpolitische Sprecherin

„Die von Rot-Grün geplante Bleifreiheit für Munition in Wald und Flur wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben, der Muttertierschutz bei der Jagd soll aufgehoben werden, Wildschweine sollen aus Autos geschossen werden – Will Otte-Kinast aus Niedersachsen ein Safariland machen? So werden die bekannten Probleme jedenfalls nicht gelöst. Die Jagdgesetznovelle ist ein Rückschritt.“

„Statt zu hoffen, dass Hobbyjäger sich der Nutria annehmen, sollte das Land Berufsjäger beauftragen, die die Nutriapopulation reduzieren. Das wäre Handeln mit Plan.“

„Die Jagdgesetznovelle sieht einen massiven Tabu-Bruch im Bereich des Tierschutzes vor: Künftig sollen auch Muttertiere von Wildschweinen und Nutrias erlegt werden, was dazu führt, dass die Jungtiere elendiglich verenden. Das ist weder tierschutzgerecht, noch ‚waidgerecht‘. Ich fordere die aktiven Jäger und Jägerinnen auf, sich diesem Vorgehen zu verweigern.“

Zum Hintergrund

  • Die Agrar- und Tierschutzministerin Otte-Kinast will das Abschießen vom Auto aus ermöglichen. Die Jagd mit Nachtzielgeräten führt dazu, dass die Wildtiere insgesamt nachts unnötig beunruhigt werden. Diese Extrem-Jagd auf Wildschweine gegen die Ausbreitung der Afrikanische Schweinepest ist einseitiger Aktionismus. Bleibt die Futtergrundlage mit den vielen Maisfeldern wie bisher, werden sich die Wildschweinenbestände sofort wieder erhöhen.
  • Waidgerechtigkeit ist quasi der Ethikkatalog der Jägerschaft- der Abschuss von Muttertieren widerspricht auch dieser Waidgerechtigkeit.
  • Die Einführung von verpflichtenden Schießübungen, wie Rot-Grün sie umsetzen wollte, ist der einzig sinnvolle Ansatz im Gesetz, schließlich sollen Jäger und Jägerinnen besser treffen und Wildtiere nicht nur anschießen.
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