Pressemeldung Nr. 99 vom

Landesrechnungshofbericht Julia Hamburg: Doppelstrukturen beseitigen, damit Inklusion gelingt

Darum geht’s

Der Landesrechnungshof ist in seinem heute vorgelegten Bericht zum Haushaltsjahr 2016 ausführlich auf die schulische Inklusion in Niedersachsen eingegangen.

Das sagen die Grünen

Julia Hamburg, schulpolitische Sprecherin

„Die rot-schwarze Landesregierung muss die deutliche Kritik des Landesrechnungshofes zur Kenntnis nehmen und ihren Kurs bei der Umsetzung der Inklusion korrigieren. Statt mit einer ‚Atempause‘ für teure Doppelstrukturen zu sorgen, muss die GroKo sich trauen, mit voller Kraft an der Inklusion zu arbeiten.“

„Es erweist sich als großer Fehler, dass die Große Koalition den Bestand der Förderschulen Lernen verlängert und damit Parallelstrukturen zementiert hat. Dadurch wird der Fachkräftemangel deutlich verschärft, das Gelingen der Inklusion torpediert und die vorhandenen Mittel den belasteten Schulen vorenthalten.“

„Kinder müssen überall im Land die gleiche Chance haben, ihr Recht auf inklusiven Schulunterricht wahrzunehmen. Es ist nicht hinzunehmen, dass die Inklusionsquote regional extrem unterschiedlich ist. Die Hauptschulen dürfen nicht sehenden Auges zu neuen Förderschulen werden. Es muss gewährleistet sein, dass alle Schulformen ihrem Auftrag gerecht werden und sich zu inklusiven Schulen weiterentwickeln.“

Zum Hintergrund

Der Landesrechnungshof hat in seinem Bericht gravierende Probleme deutlich gemacht. Dazu gehören große regionale Unterschiede bei der Inklusionsquote und beim Ausbau der Mobilen Dienste, eine sehr ungleiche Verteilung der Ressourcen und eine sehr ungleiche Verteilung der Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf die verschiedenen Schulformen.

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