Pressemeldung Nr. 98 vom

Versunkene Autobahn auch in Niedersachsen? Detlev Schulz-Hendel: Auf Sand gebaut – Küstenautobahn wird Schaden in mehrstelliger Millionenhöhe verursachen

© CC BY-SA 4.0 (Polizei Stralsund)

Darum geht’s

Die Grünen im Landtag sehen den Bau der A 20 über Moorgebiete kritisch und fürchten auch weiterhin, dass die Küstenautobahn ähnlich wie in Mecklenburg-Vorpommern absacken und einen Schaden in mehrstelliger Millionenhöhe verursachen wird. Der Weserkurier berichtet am Mittwoch (6. Juni 2018) über die Verfahren, die Niedersachsen beim Bau der Autobahn plant anzuwenden.

Das sagen die Grünen

Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher

„In Niedersachsen lebt der Verkehrsminister vom Prinzip Hoffnung. Den Boden, über den die Trasse der geplanten A 20 laufen soll, bezeichnen Geologen streckenweise als unberechenbar. Auch die beiden Verfahren, das sogenannte Überschütt- und das sehr kostenintensive Bodenvollaustauschverfahren, können nicht sicherstellen, dass uns ein ähnliches Desaster wir in Mecklenburg-Vorpommern erspart bleibt. Anderslautende Aussagen sind ungefähr so seriös wie ein Blick in die Glaskugel.“

„Die Landesregierung drückt sich nicht ohne Grund vor der Zusage, dass der Bau der A 20 über Moorgebiet sicher und hierzulande ein Absacken auszuschließen ist. “

Zum Hintergrund

Die A 20 wurde in Mecklenburg-Vorpommern streckenweise auf Moorschichten gebaut. Mittlerweile ist ein Abschnitt über rund 100 Meter bis zu vier Meter tief abgesackt, weil der moorige Untergrund entsprechend nachgegeben hatte. Die Reparatur wird Jahre dauern und die Kosten werden bislang auf 100 Millionen Euro geschätzt. Auch in Niedersachsen führt die Trasse der Küstenautobahn über Moorgebiete. In ihrer Antwort auf eine grüne Anfrage konnte die Landesregierung nicht ausschließen, dass auch hierzulande ein ähnliches Desaster eintreten könnte.

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