An unseren Schulen gehören „Schwuchtel“, „du Schwuler“ und „Lesbe“ zu den häufigsten von Kindern und Jugendlichen gebrauchten Schimpfworten. In diesem Klima fällt vielen SchülerInnen und Lehrkräften, die durch das vermeintlich „normale“ heterosexuelle Raster* fallen, schwer, sich zu outen.  Vielmehr sehen Sie sich genötigt, etwas darzustellen, was sie nicht sind . Das hat gravierende negative Auswirkungen auf ihre gesamte Persönlichkeitsentwicklung. Zugleich bleiben heterosexuellen Kindern und Jugendlichen andere sexuelle und geschlechtliche Identitäten fremd, was zu Unsicherheit und Ablehnung beiträgt. Genau da wollen wir ansetzen: zur Toleranz erziehen und Vorurteile abbauen, SchülerInnen und Lehrkräfte vor Mobbing und Beleidigungen schützen. Das wollen wir mit unserem Antrag erreichen.

 Ängste und Vorbehalte von besorgten Eltern nehmen wir dabei sehr ernst und möchten mit dieser Seite Informationen bereitstellen, die zur sachlichen Diskussion eines teilweise emotional sehr aufgeladenen Themas beitragen sollen. Falls Sie weitere Informationen vermissen, wenden Sie sich bitte direkt an uns!

Heiner Scholing

Schulpolitischer Sprecher

Julia Hamburg
Queerpolitische Sprecherin

(*Grüne machen sich stark für die Anerkennung der Sexuellen Identitäten von LSBTI: Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen.)

Aktuelle Pressemitteilungen zum Thema

  • Kultusausschuss für Vielfalt und gegen Diskriminierung

    Hamburg: Es ist normal, verschieden zu sein

    „Es ist normal, verschieden zu sein. Der Kultusausschuss hat sich heute mit deutlicher Mehrheit für konkrete Maßnahmen zur Abbildung sexueller Vielfalt an Schulen ausgesprochen. Mit dem heutigen Beschluss haben wir ein starkes Zeichen für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung an Schulen gesetzt“, so Julia Hamburg.

  • Gastbeitrag von Heiner Scholing in der Huffington Post - Warum Homosexualität in den Schulunterricht gehört

    ...gehören solche Themen denn in die Schule? Ja, das tun sie bzw. sind sie dort schon lange angekommen. Und wenn ein Thema schon in den Köpfen der Kinder angekommen ist, ist die Schule gut beraten, das auch zielgerichtet aufzugreifen.

  • Kultusministerium unterrichtet im Ausschuss

    Grüne: Rückkehr zur Versachlichung der Debatte um sexuelle Vielfalt an niedersächsischen Schulen

    "Passive gesellschaftliche Toleranz reicht nicht aus, um Minderheiten vor Diskriminierung und Mobbing zu schützen. Das gilt auch und besonders für unsere Schulen."

  • Sexuelle Vielfalt im Unterricht

    Korter: Viel Zustimmung für rot-grünen Antrag gegen Diskriminierung und Mobbing

    „Die Zielsetzung unseres Antrages wird nahezu ausnahmslos von den bislang eingegangenen Stellungnahmen ausdrücklich unterstützt. Insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es richtig und notwendig ist, einer Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen in der Schule, aber auch von Lehrkräften aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Orientierung entgegenzuwirken.“

  • Schule muss der Vielfalt sexueller Identitäten gerecht werden

    „Es ist erschreckend, dass schwule und lesbische Jugendliche sich noch immer in den Schulen massiv Mobbing ausgesetzt sehen und deshalb viele homosexuelle Schülerinnen und Schüler, aber auch viele homosexuelle Lehrkräfte Angst haben, sich in der Schule zu outen. Dieser Diskriminierung wollen wir deutlich entgegentreten.“