Die Schulgesetznovelle:

weniger Stress – mehr Qualität – mehr Vielfalt – mehr Bildungsgerechtigkeit

Am 03. Juni 2015 hat der Landtag die Schulgesetznovelle beschlossen.

Diese Schulgesetznovelle nimmt Stress aus der Schule und liefert einen wesentlichen Beitrag zu mehr Qualität, mehr Vielfalt und mehr Bildungsgerechtigkeit.


Die wichtigsten Änderungen

  • Die Gymnasien kehren zum Abitur nach 13 Jahren zurück.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden entlastet. Im Sekundarbereich I entsteht mehr Raum für individuelle Förderung und für Berufsorientierung. In der Gymnasialen Oberstufe wird die individuelle Schwerpunktsetzung gestärkt.
  • Die Ganztagsschulen werden weiterentwickelt. Es werden wieder sogenannte gebundene Ganztagsschulen (Schulen mit einem integrierten und verpflichtenden ganztägigen Angebot) zugelassen, in denen das ganztägige Angebot pädagogisch und lernpsychologisch sinnvoll rhythmisiert und sinnvoll aufeinander bezogen wird.
  • In der Grundschule wird die Schullaufbahnempfehlung ersetzt durch intensive Beratungsangebote. Dadurch wird der Druck auf die Kinder vermindert und den Eltern eine differenzierte Beratung geboten.
    Auch im 3. und 4. Schuljahrgang wird ein jahrgangsübergreifender Unterricht ermöglicht.
  •  Die Rahmenbedingungen für die Inklusion werden weiterentwickelt:

  1.  Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen laufen aus. Schüler_innen, die bereits eine Förderschule Lernen besuchen, können, müssen aber nicht bis zum Abschluss auf dieser Schule verbleiben. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sprache behalten Bestandsschutz.

  2. Eine Überweisung auf eine Förderschule auf Beschluss der Schulbehörden muss regelmäßig überprüft werden.

  • Die Genehmigung von Gesamtschulen wird erleichtert: Die Gesamtschule wird von einer ergänzenden zu einer ersetzenden Schulform, d.h. es müssen nicht neben der Gesamt-schule alle Schulformen des gegliederten Schulwesens erhalten werden.

Was ist dran an der Kritik?

Diese Schulgesetznovelle bringt deutliche Verbesserungen für die Schüler_innen und die Eltern. Dennoch wird sie von der Opposition von CDU und FDP sowie vom Philologenverband und dem Verband der Elternräte an Gymnasien e.V. massiv kritisiert.

 Wir beantworten deshalb die wichtigsten Fragen:

  1. Gesamtschule wird von einer ergänzenden zu einer ersetzenden Schulform – werden Gymnasien dadurch verdrängt?
  2. Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung – wird damit den Eltern eine wichtige Orientierungsgrundlage genommen?

  3. Werden mit der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren die Abiturstandards abgesenkt?

  4. Weiterentwicklung der Inklusion – werden Förderschulen generell abgeschafft?

 Zu den Antworten geht es per Klick auf die Frage oder hier

Unsere Pressemitteilungen zum neuen Schulgesetz und der Abkehr vom Turboabi

  • OVG-Urteil

    Scholing: Das Ziel bleibt Bildungsgerechtigkeit

    „Das Urteil ist zweifellos eine Niederlage für uns. In einem ersten Schritt müssen wir die Begründung des Urteils genau prüfen. In einem zweiten Schritt werden wir die Konsequenzen für unsere schulpolitische Arbeit ableiten und uns darüber hinaus Klarheit verschaffen, welche Folgen das Urteil für den Landeshaushalt hat.“

  • Videoblog

    Gibt’s das auch in Grün? – Das neue Schulgesetz

    Die Schulgesetznovelle ist in aller Munde – auch die FSJlerin der grünen Landtagsfraktion Marie Forster beschäftigt sich damit in ihrem Videoblog „Gibt’s das auch in Grün?“.

  • Schulgesetznovelle

    Scholing: Schule bedeutet nicht nur Lernen, sondern auch Leben

    „Dieses Schulgesetz wird ganz entscheidend den Stress für Schülerinnen und Schüler verringern. Schule bedeutet eben nicht nur Lernen, sondern auch Leben.“