1982-1986: Erste GRÜNE im Landtag

10. Wahlperiode

Abgeordnete

Charlotte Garbe
Reimar Campen
Rudolf Grösch
Manfred Meinsen
Dieter Rohloff
Martin Mombaur
Günther Matthes
Michael Schmelich
Helmut Lippelt
Horst Schörshusen
Friedrich Haubold
Georg Fruck
Christel Schuran
Jürgen Trittin
Helmut Neddermeyer
Erich von Hofe
Grüne Abgeordnete der 10. WP

Ereignisse

  • 1982 Ende der sozialliberalen Aera in Bonn: nun CDU/FDP-Bundesregierung mit Kanzler Kohl
  • Umweltprobleme nehmen zu, z.B. Pseudo-Krupp und Waldsterben
  • Bundesweite Demonstrationen gegen AKWs und massive Polizeieinsätze
  • Friedensdemonstrationen
  • 1984 erste rotgrüne Landesregierung in Hessen
  • Volkszählung

Grüne Politik

  • Zur Mitte der Legislaturperiode sollen alle grünen Abgeordneten per Rotation ausscheiden und durch Nachrücker ersetzt werden
  • Landtagspräsident Brandes (CDU) weigert sich, dies zu akzeptieren und führt einen Prozess beim Staatsgerichtshof. Dieser entscheidet zu Gunsten der Grünen
  • Die Rotation wird dann von 5 der 11 Abgeordneten durchgeführt
  • Allen Abgeordneten und MitarbeiterInnen wird ein so genannter Facharbeitergrundlohn ausgezahlt (plus Aufschlag je Kind). Der Rest der Diäten soll an die Partei abgeführt werden
  • Die grünen Abgeordneten sind mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren durchschnittlich sechs Jahre jünger als die der anderen Landtagsfraktionen
  • Den Grünen gelingt es, während dieser Wahlperiode einen (den einzigen) Entschließungsantrag durchzubringen: Die Entfernung krebserregender sogenannter Pinkelsteine in den Toiletten des niedersächsischen Landtags

Landespolitik

  • Die Grünen erreichen mit 6,5% erstmals den Einzug in den Landtag Niedersachsen
  • Die Grünen erhalten 11 Mandate
  • Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) erreicht die absolute Mehrheit
  • Beginn des parlamentarischen Kampfes um das Atomlager Gorleben
  • Kurz vor der Landtagswahl wird das „Celler Loch" entdeckt (s. 1986)