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Nach dem Bekanntwerden von Plänen der früheren CDU-Regierung, in der Asse auch nach dem offiziellen Einlagerungsende noch weiterhin Atommüll zu verklappen, hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Forderung erneuert, die seinerzeit zuständigen Minister Breuel und Leisler-Kiep unverzüglich als Zeugen in den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu laden. "Offensichtlich wollte die CDU das Dreckloch Asse trotz der bekannten Laugenzuflüsse weiter nutzen. Die Verantwortlichen müssen zu diesen Vorwürfen genauso Stellung nehmen, wie die Spitzen der Betreiberfirma GSF, die für die Angabe falscher Plutoniummengen verantwortlich sind", sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch (heute) in Hannover.
"Immer mehr frappierende Parallelen zwischen Asse und Gorleben werden bekannt", sagte Wenzel. "In beiden Fällen haben die Geologen frühzeitig gewarnt. In beiden Fällen hat die Industrie gedrängt. In beiden Fällen haben sich verantwortliche Politiker gegen den Rat der Geologen gestellt!" Die von Kanzlerin Merkel verkündete ergebnisoffene Weitererkundung sei "ein Ammenmärchen", sagte der Grünen-Politiker. "In Gorleben steht bereits oben der heiße Atommüll in Hallen und unten will man Fakten schaffen."
Wenzel kritisierte, dass die Angaben zur eingelagerten Plutoniummenge in der Asse weiterhin widersprüchlich seien. Die neuen Informationen mit dem "Verrechnungsfehler" stünden im Gegensatz zu alten Erklärungen. Denkbar sei aber auch, dass Plutonium, das aus der Euratom-Bilanz herausgenommen wurde, in den Forschungsanlagen in Karlsruhe oder Jülich "abgezweigt" wurde.