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Über den Stand der Maßnahmen zur Rückholung des Atommülls aus der Asse haben sich gestern (Mittwoch) die Landtagsgrünen gemeinsam mit grünen Kommunalpolitikern informiert.
"Uns interessiert der Stand der technischen und organisatorischen Vorbereitungen zur Öffnung der ersten Kammer", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel nach einer Einfahrt in die Schachtanlage.
Derzeit erfolge die Beschaffung und Bereitstellung von technischen Geräten. Im Juli solle eine "kalte" Probebohrung erfolgen. Laut Plan könne im November die erste Atommüllkammer angebohrt werden. Spezielle Schutzvorrichtungen sollten dabei einen möglichen Austritt radioaktiver Gase verhindern, die man hinter den Mauern vermute. Die Planungen für Notfälle würden planmäßig fortgesetzt, so dass künftig auch ein Laugenzutritt von täglich 500 Kubikmetern Laugenzufluss beherrschbar sei. Auch über die Arbeiten zur Firstspaltverfüllung in den bereits verfüllten Kammern der Südflanke des Bergwerks informierte sich die Gruppe. Die Verfüllung werde länger dauern und teuerer werden, weil das eingebrachte Salz aus der Grube Ronnenberg viel stärker zusammengesackt sei, als vom früheren Betreiber der Asse berechnet worden sei. Die Erkenntnis, dass GSF/Helmholtz mit der Schließung der atomaren Altlast Asse überfordert gewesen ist, sei dadurch erneut bestätigt worden.
Besorgt zeigte sich Wenzel über Verzögerungen bei der atomrechtlichen Genehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen, der wichtigsten rechtlichen Grundlage für alle Arbeiten in der Asse. Diese "Paragraph 7 - Genehmigung" nach der Strahlenschutzverordnung müsse vom Niedersächsischen Umweltministerium erteilt werden. "Ein Jahr Bearbeitungszeit bei prekärer Standsicherheit der Grube ist nicht akzeptabel und gegenüber der betroffenen Bevölkerung der Region nicht zu rechtfertigen.", sagte der Grünen-Politiker. "Wir erwarten von allen beteiligten Behörden ein Höchstmass an Kooperationsbereitschaft, um eine schnelle Rückholung zu ermöglichen. Das gilt auch für das Haus von Herrn Sander."