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7. Mai 2010

GRÜNE: Giftiger Genmais in Niedersachsen ausgesät

Keine Aufweichung der Nulltoleranz durch die Hintertür

Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die Landesregierung nach heute (Freitag) bekannt gewordenen Funden von gentechnisch verunreinigtem Saatgut scharf kritisiert: "Die Kontrollen in Niedersachsen sind viel zu lasch und erfolgen viel zu spät". Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Saat bereits ausgebracht worden sei, sagte der Grünen-Politiker. Meyer forderte die Landesregierung auf, unverzüglich zu veröffentlichen, wo verunreinigtes Saatgut ausgesät wurde. "Die betroffenen Felder müssen jetzt sofort umgepflügt werden, um eine weitere Verunreinigung der Umgebung zu verhindern und Gefahren für die biologische Vielfalt, die Gesundheit und die gentechnikfreie Landwirtschaft abzuwenden."

"Der Verdacht liegt nahe, dass mit den laschen Kontrollen Fakten geschaffen werden und die Gentechnik durch die Hintertür durchgesetzt werden soll", sagte Meyer. "Die Landtagsfraktionen von CDU und FDP in Niedersachsen setzten sich seit langem für eine Aufgabe der Nulltoleranz beim Saatgut und in Futtermitteln ein. CDU und FDP haben die guten Gründe für das bundesweite Anbauverbot des giftigen Genmais MON810 immer noch nicht verstanden!"

 

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