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Mit einem Kompromissvorschlag wollen die Grünen der "heiklen Debattenlage zum Landtagsumbau konstruktive Impulse" geben. Mit einer Kooperation zwischen dem Wettbewerbssieger von 2002 Koch/Panse und dem Zweitplatzierten des neuen Wettbewerbs Gebhardt könnte den diffizilen Anforderungen, Auflagen und Wünschen an die Parlamentsmodernisierung Rechnung getragen werden, sagten der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel und das grüne Jury-Mitglied Enno Hagenahauf einer Pressekonferenz am Freitag (heute) in Hannover. "Der neue Landtag muss funktional, Denkmal schützend, bezahlbar und bau- und wettbewerbsrechtskonform sein", sagten die Grünen-Politiker. Die vorgeschlagene Zusammenarbeit der beiden Preisträger könnte diese Kriterien erfüllen und wäre überdies "ein mehrheitsstiftendes Angebot" an alle Fraktionen.
Die Grünen beziehen sich mit ihrer Initiative auf einen Vorschlag der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Wenzel und Hagenah sehen in der Realisierung große Chancen sowohl für den Denkmalschutz als auch für finanzielle Einsparungen in Höhe einer zweistelligen Millionensumme.
Die Grünen forderten vom Landtagspräsidenten im weiteren Diskussions- und Abstimmungsprozess zu gewährleisten, dass die ursprünglich mit dem Projekt beauftragte Baukommission ihre Arbeit weiter führen kann und dass sowohl das Klage androhende Architektenbüro als auch die Witwe des Architekten Oesterlen darin einbezogen werden. Bedauerlicherweise habe der bisherige Planungsprozess nicht durchgängig unter einem glücklichen Stern gestanden, sagten die Grünen. Im Interesse einer sowohl von Politik als auch Öffentlichkeit möglichst breit unterstützten Realisierung der Landtagsmodernisierung sei es unverzichtbar, dem Projekt jetzt eine positive Wendung zu geben.