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8. März 2007

Teilen ist keine halbe Sache: Mehr Gleichberechtigung in Karriere, Küche und Kinderzimmer

„Erlebnisgastronomie“ mit den GRÜNEN (Männern) am Internationalen Frauentag

Mit einer Aktion in der Mittagspause der Landtagssitzung am heutigen Internationalen Frauentag haben die Grünen für mehr Gleichberechtigung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz und in der Verantwortung für den Haushalt und die Kindererziehung demonstriert.

Frauentag 2007

"Wenn den Frauen die Hälfte des Himmels gebührt und ihr Anteil in Führungspositionen steigen soll, dann müssen die Männer mindestens auch die Hälfte der Hausarbeit übernehmen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold. Zur Unterstützung dieser Forderung hatten ihre männlichen Abgeordnetenkollegen ausgestattet mit Kochmütze, Schürze und Tablett als "schönes Erlebnis einen leckeren Imbiss serviert".

Helmhold verwies auf die Ergebnisse der "Zeitbudgetstudie BRD" nach denen es in Deutschland zwischen den Geschlechtern immer noch "große Ungerechtigkeiten" in der Aufteilung der "häuslichen Tätigkeiten" gibt:

  • Väter, die in Paarhaushalten leben, beschäftigen sich pro Tag durchschnittlich eine Stunde und neun Minuten mit ihren Kindern; Frauen dagegen die doppelte Zeit.
  • Für die "Wäschepflege" wenden Männer täglich zwei Minuten auf, Frauen über 30 Minuten.
  • Selbst bei erwerbstätigen Paaren ohne Kinder ist die Frau täglich 50 Minuten länger mit der Hausarbeit befasst als der Mann.
  • Bereits im Alter von 10 bis 14 Jahren verrichten Mädchen täglich eine Viertelstunde mehr Hausarbeit als gleichaltrige Jungen.

"Teilen darf keine halbe Sache bleiben", sagte Helmhold. "Die Aufgabe, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen, stellt sich für beide Partner. Die Männer müssen erkennen, dass sich für sie in Küche und Kindergarten noch neue Entwicklungsräume befinden."

Von der Landesregierung forderte die Grünen-Politikerin die Wiederaufnahme der von Ministerin Ross-Luttmann in der NGG-Novelle gestrichenen originären Frauenförderung, damit sich die Chancen für weibliche Berufskarrieren verbessern.

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