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Die Landtagsgrünen sind nun auch zum "Ausbildungsbetrieb für Politik" geworden. Seit dem 1. September absolviert die 19-jährige Lara-Luica Graab aus Hannover ein einjähriges Freiwilliges Soziales Jahr Politik bei den Grünen, die als einzige Fraktion im Landtag für das Pilotprojekt eine Stelle ausgeschrieben hat. "Das FSJ Politik soll jungen Menschen zwischen 19- und 27 Jahren, die Möglichkeit geben, politische Prozesse zu durchschauen, am Gemeinwesen mitzuwirken und selbst aktiv zu werden", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold bei der Begrüßung der Abiturientin.
Ihre ersten Arbeitstage bezeichnete Graab als "spektakulär": So nahm sie zum Beispiel verkleidet im Strahlenschutzanzug gemeinsam mit anderen DemonstrantInnen an einer symbolischen Atom-Endlager-Suche in Hannovers Innenstadt teil. "Ich erlebe Politik aus nächster Nähe und nehme wie mein erster Tag gezeigt hat auch aktiv am demokratischen Geschehen teil."
Auf dem bisherigen Programm stand auch der Besuch von verschiedenen Sitzungen, so auch im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Asse.
Der Träger des Pilotprojekts ist die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen, die den Auftrag für die Entwicklung des FSJ Politik vom Niedersächsischen Landtag erhielt. In politischen Stiftungen, Fraktionen im Landtag, Menschenrechtsorganisationen oder auch bei öffentlich-rechtlichen Medien kann das FSJP absolviert werden. Das Freiwillige Soziale Jahr Politik sieht für die TeilnehmerInnen, die ein Taschengeld erhalten, fünf Bildungsseminare vor, außerdem sollen die Jugendlichen eigenverantwortlich ein Projekt entwickeln.